Stadtkirche St. Nicolai
© Samtgemeinde Bodenwerder-Polle - Horst KumpfAnfang des 15. Jahrhunderts wurde die Stadtkirche St. Nicolai in Bodenwerder als dreischiffige gotische Hallenkirche und dem Heiligen Nikolaus geweiht. Erwähnt wird eine St-Nikolaus-Kapelle allerdings bereits im Jahr 1245, dies könnte die Vorgänger-Kirche gewesen sein. Die steinernen Fundamente dieser St-Nikolaus-Kapelle wurden bei archäologischen Ausgrabungen in den Jahre 1984 und 1985 gefunden. Die heutige St-Nikolaus-Stadtkirche wurde mit Bruchsteinmauerwerk errichtet und mit einem Fachwerkgiebel im Osten ausgestattet. Im Jahr 1900 würde das Gebäude „gesüdet“, wobei eine nötige Vergrößerung mit einem Anbau im Süden für den heutigen Altarraum durchgeführt wurde. Im Zuge dieses Anbaus wurde der Haupteingang der Kirche auf die Nordseite der Kirche verlegt, wodurch sich die damals übliche Ost-West Ausrichtung der Kirche änderte. Aufgrund von ständig wiederkehrendem Hochwasser in Bodenwerder wurde im 19. Jahrhundert neben dem Straßenniveau auch der Boden der Kirche um mehr als einen Meter höher gelegt. In den 1960er Jahren wurde die Stadtkirche im Inneren renoviert und bekam ihr heute noch bestehendes modernes Erscheinungsbild. Das imposante Kirchenfenster, welches das letzte Abendmahl darstellt, wurde von dem Bremer Glasmacher Heinz Lilienthal erstellt. Der von dem einheimischen Künstler Bruno Schmitz erstellte Altar aus Dolomitgestein wurde auf diese Kirchenfenster abgestimmt. Auch die Bronzeplatten an der Kanzel und dem Betpult, an der Decke des Taufbeckens, der Osterleuchter sowie das Altarkreuz wurden von Bruno Schmitz angefertigt. Die Glocke im Kirchturm stammt aus dem Jahre 1471 und ist somit die älteste Glocke im gesamten Kirchenkreis. Da die Glocke als einzige nicht in den Kriegen eingeschmolzen wurde, kann sich noch heute mit zwei neueren Glocken Freud und Leid verkünden.
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