Klosterkirche St. Marien Kemnade
Als eine der schönsten Kirchen im Weserbergland, wurde die Klosterkirche St. Marien Kemnade aus hiesigem Buntsandstein erbaut und 1046 vom Bischof Bruno von Minden geweiht. Als kreuzförmige Pfeilerbasilika mit hohem Mittelschiff sowie mit niedrigen Seitenschiffen und einem hohen Querschiff zeigt das heutige Gebäude der Klosterkirche nur einen kleinen Teil seiner ursprünglichen Größe. Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurden zahlreiche Veränderungen an der Kirche vorgenommen. So wurde im Jahre 1899 ein Dachreiter als Glockenturm errichtet sowie im Jahre 1905 im westlichen Teil der Kirche ein Zugang zur Orgel und zum Dachboden erbaut. Ein Teil von 20 Metern mit integriertem kompakten Turm gingen wahrscheinlich im dreißigjährigen Krieg verloren. Als Wallfahrtskirche wurde sie bereits in der Vergangenheit jährlich von tausenden Besuchern aufgesucht. Auch heute werden in der Kirche, als Pilgerkirche am Pilgerweg Loccum-Volkenroda, noch zahlreiche Gäste empfangen. Neben dem dreiflügeligen Marienaltar sind im Kircheninneren weitere Kunstschätze wie die Annensäule, die Mondsichelmadonna und verschiedene Grabplatten sowie ein prunkvoller Sarkophag zu bestaunen. Bis 1836 wurden in den Grüften der Kirche Beisetzungen durchgeführt. Auch Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, der sogenannte „Lügenbaron“, wurde hier im Jahr 1797 beigesetzt und mit einer schlichten Bodenplatte wird noch heute an ihn erinnert.
Die Klosterkirche St. Marien in Kemnade ist in der Zeit vom 01. April bis 31. Oktober von Dienstag bis Samstag von 10:00 – 12:00 Uhr sowie von Dienstag bis Sonntag von 14:30 – 16:30 Uhr für Besuchende geöffnet. Montags ist die Klosterkirche geschlossen.
Pilger können sich an Wolfgang Brake, Am Kirchplatz 1, Tel. 01575-6068952 wenden. Den Pilgerstempel finden Sie auch im alten Turm vor der Kirche.
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