Preisträger 2005 - Rudi Carrell

Rudi Carrell

Eigentlich Rudolf Wijbrand Kesselaar, am 19. Dezember 1934 in Alkmaar (Holland) geboren, wurde das Showgeschäft in die Wiege gelegt. Vater Kesselaar, Künstlername Andre Carrell, verdiente den Familienunterhalt bereits im Showbusiness und der junge Rudolf fiel nicht weit vom Stamm. Zwar gab es in seinem Lebenslauf auch die kurze Phase eines "normalen" Bankjobs, doch bereits 1953, gerade 19 Jahre alt, stand Rudolf auf der Bühne und machte alles für den Applaus: von der Zauberei bis zur Bauchrednerei reichte sein Können und für die Kleinen spielte er Kasperltheater.

Der Wendepunkt in Rudi Carrells Leben kam 1959. Er durfte im holländischen Fernsehen eigene Ideen unter die Leute bringen, seine Ideen kamen an und ein Jahr später war er Gastgeber der "Rudi Carrell Show", die rund drei Jahre lang von ihm produziert und präsentiert wurde. Als holländischer Vertreter beim Songwettbewerb der Eurovision 1960 in London konnte er allerdings keinen Erfolg verbuchen, er kam auf Platz 12, damals noch der Vorletzte.
1964 entdeckte die Bundesrepublik den holländischen Entertainer, "Radio Bremen" nahm ihn unter die Fittiche - und hatte Erfolg. Carrell wurde schnell berühmt und beliebt, neben seinen Shows glänzte er auch bald in diversen Filmrollen. Und dann kam der 27. April 1974 und es kamen acht Kandidaten "Am laufenden Band". Es waren einfache Spiele, Wissen war nicht gefragt, wohl aber die Fähigkeit sich anzupassen, ein bisschen Geschicklichkeit und eine Menge Humor. Dazwischen immer wieder Carrell, in Sketchen - oft zusammen mit seinem Show-Faktotum Heinz Eckner -, und Rudi Carrell als Entertainer und Sänger. Im Mittelpunkt, oft auch mit einer Portion Selbstironie, aber immer Rudi selbst.
Seit dem 23. Februar 1996 produziert Rudi Carrell "7 Tage -7 Köpfe". Er war außerdem neben Jochen Busse (Moderator), Mike Krüger, Kalle Pohl, Bernd Stelter und Gaby Köster im Team des "Quotenrenners".
Der Hobby-Golfer Rudi Carell lebt seit vielen Jahren mit seiner Frau Simone in der Nähe von Bremen. Dort kaufte er einen ehemaligen Gutshof in Syke, ein Anwesen mit einer alten Wassermühle, einem kleinen See und sieben Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert.


Funk und Fernsehen

  • 1959 "Rudi-Carrell-Show" im holländischen Fernsehen
  • 1970 Spielfilm "Tante Trude aus Buxtehude"
  • 1974 "Am laufenden Band" (Silvesterabend 1979 lief die 51.und letzte Show)
  • 1981 "Rudi kann's nicht lassen"
  • 1981 "Rudis Tagesshow"
  • 1983 "Unterm Regenbogen"
  • 1984 "Die verflixte Sieben"
  • 1985 Neue Folgen von "Rudis Tagesshow"
  • 1987 "Herzblatt"
  • 1987 "Oma-Opa-Mama-Papaguckmal-Show", eine Kindersendung, für die Carrells Tochter Annemieke die Idee lieferte
  • 1988 Neue Folgen von "Rudi-Carrell-Show"
  • 1992 "Rudis Tiershow"
  • 1993 "Die Post geht ab"
  • 1994 "Rudis Urlaubsshow"
  • 1996 "Rudis Hundeshow"
  • 1996 "7 Tage - 7 Köpfe"

LP

  • Erfolg hatte er auch als Plattenstar, Seine LP "Rudi Carrell" mit übersetzten Titeln des 1975 verstorbenen holländischen Kabarettisten Wim Sonneveld wurde 1979 25.000mal verkauft. Ein Hit wurde sein Lied "Wann wird's mal wieder richtig Sommer?"

Veröffentlichungen

  • "Gib mir mein Fahrrad wieder."
  • "Rudi's Herzblattgeschichten"

Auszeichnungen u.a..

  • Silberne Rose von Montreux
  • Bambi
  • Goldene Kamera
  • Bundesverdienstkreuz  l. Klasse
     

Laudator: Prof. Dr. Jur. Alfred Biolek

Alfred Biolek

Geboren am 10. Juli 1934 in Freistadt, Tschechoslowakei.
Wer kennt ihn nicht, den immer gut gekleideten Talkmaster, der - mit Karteikarten ausgerüstet - seine Gäste erzählen lässt. Alfred Franz Maria Biolek stammt aus einer streng katholischen Familie. "Wie der Vater, so der Sohn." - Dieses Sprichwort trifft auch auf ihn zu. Denn beruflich trat er zunächst in die Fußstapfen seines Vaters, Rechtsanwalt Dr. Josef Biolek. In der damaligen Tschechoslowakei geboren, musste er mit seinen Eltern die Heimat wie viele Sudetendeutsche verlassen. Die Bioleks zogen nach Waiblingen bei Stuttgart, wo der junge Alfred das Gymnasium besuchte.
Nach dem Abschluss folgte ein Studium der Rechte in München, Wien und Freiburg im Breisgau, das er 1958 mit dem ersten Juristischen Staatsexamen beendete. Danach war er wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Freiburg, 1962 folgte die Promotion, 1963 das zweite Juristische Staatsexamen. Über eine Anstellung als Assessor im Justitiariat des ZDF gelangte Prof. Alfred Biolek schließlich in die Unterhaltungsschiene des Fernsehsenders.
1970 dann der Wechsel zur Bavaria München, bevor er 1974 mit Rudi Carrells Show "Am laufenden Band" erstmals als Produzent auf sich aufmerksam machte. Ein Jahr später ließ er sich in Köln nieder, startete zusammen mit dem Journalisten Dieter Thoma die beliebte Talk-Sendung "Kölner Treff". 1978 die erste eigene Show; "Bio's Bahnhof', ein Mix aus Talk und Musik.
In den 80er Jahren folgten die Show "Bei Bio", die Sendung "Show-Bühne" und die Spiel-Show "Mensch Meier". Von 1991 bis 2003 war er - seit Oktober 1992 Professor an der Kunsthochschule für Medien in Köln - mit seiner wöchentlichen Talkshow "Boulevard Bio" zu sehen, in der sich die Promis allzugern die Türklinke in die Hand gaben. Mit Prominenz kocht er außerdem seit Dezember 1994 in seiner Serie "Alfredissimo", in der Gäste ihre Lieblingsgerichte vorstellen.
Prof. Alfred Biolek - seit Dezember 2000 UN-Botschafter der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung - ist einer der erfolgreichsten Talkmaster des deutschen Fernsehens. Er ist bekannt für seine sanfte und einfühlsame Art, Fragen zu stellen. 

Fernsehen u. a.:

  • Bio's Bahnhof
  • Bei Bio
  • Show-Bühne
  • Mensch Meier
  • Boulevard Bio
  • Alfredissimo

Bücher u. a.:

  • Meine neuen Rezepte und Wein, wie ich ihn mag
  • Meine Rezepte
  • Die Rezepte meiner Gäste
  • Pasta
  • Gemüse
  • Aus dem Ofen

Auszeichnungen u. a.:

  • Adolf-Grimme-Preis
  • Goldene Europa
  • Telestar
  • Goldene Kamera
  • Bambi






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Was / Wann / Wo


Polle, Haus des Gastes, an der Burg

ab Bodenwerder

Bühne im Forum der Stadtkirche St. Nicolai

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