Historische Stadtgeschichte

Die Entstehung von Bodenwerder ist zeitlich nicht nachgewiesen, sie wird aber mit dem im Jahre 959 gegründeten Kloster Kemnade genannt. Wahrscheinlich ist die Stadt von Fischern und Schiffern und später von Handwerkern und Geschäftsleuten gegründet und aufgebaut worden.

Der Name der Stadtgeht auf das Geschlecht der Homburger Edelherren und die Insellage in der Weser zurück. So wird Ritter „Bodo“ von der Homburg als erster Oberherr erwähnt. Eine Insel im Fluss nennt man „Werder“. Beide Wörter ergeben den Begriff „Insula Bodonis“ bzw. „Bodos Werder“: der Name „Bodenwerder“ ist entstanden. Den Zusatz „Münchhausenstadt“ erhielt die Stadt offiziell vom Land Niedersachsen in 2013, denn im 18./19. Jh. war hier die Familie von Münchhausen zu Hause.

Bodenwerder wurde auf einer Weserinsel gegründet und entstand als planmäßig angelegte Siedlung an einer Brücke, die über die Weser führte. Die Stadtrechte wurden in 1287 durch Ritter Heinrich von der Homburg verliehen.

Noch heute bezeugen Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung den Wehrwillen dieser Zeit. Der Torturm am Mühlentor
ist z.B. ein Relikt eines der beiden mittelalterlichen Stadttore. Hier befand sich bis 1948 einer der beiden Zugänge zur historischen Altstadt. Darüber hinaus lassen sich neben Festungsturm, Bastion und der alten Stadtmauer noch zahlreiche andere historische Bauwerke vergangener Zeiten entdecken. Die gute Befestigung der Stadt sowie die insulare Lage boten den Bürgern Schutz gegen Feinde und ermöglichten eine ungestörte Entwicklung.

Die wirtschaftliche Bedeutung war daher in jener Zeit beachtlich. Markt-, Münz-, Brauerei- und Apothekenrecht sowie eine eigene Gerichtsbarkeit waren Zeichen von Macht und wirtschaftlicher Stärke. Viele Fachwerkhäuser schmücken noch heute das Stadtbild und erinnern an fleißige und wohlhabende Bürger.

Die Weser ist und war für Bodenwerder schon immer ein wichtiger Bestandteil des Lebens seiner Einwohner. Der Transport von Handelsgütern oder der Betrieb zweier Werften waren bezeichnend für die Lage am Strom. Bis ins Jahr 1948 blieb der Inselcharakter erhalten. Danach wurde der Weserarm, der die Stadt vom linken Weserufer trennte, verfüllt. So blieb die Struktur der mittelalterlichen Siedlung bis heute erkennbar erhalten.






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